Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)?
Allgemeine Geschäftsbedingungen sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Partei (der Verwender) der anderen Partei bei Abschluss eines Vertrages stellt. In der Schweiz dienen sie dazu, Massengeschäfte effizient abzuwickeln, indem sie die gesetzlichen Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) ergänzen oder im zulässigen Rahmen modifizieren.
Die Rechtslage in der Schweiz
Damit AGBs tatsächlich Vertragsbestandteil werden, reicht ihre blosse Existenz nicht aus. Es gilt der Grundsatz der Übernahmevereinbarung. Sie müssen Ihren Kunden vor oder bei Vertragsschluss die Möglichkeit geben, vom Inhalt der AGB in zumutbarer Weise Kenntnis zu nehmen. Besonders wichtig ist die Ungewöhnlichkeitsregel: Bestimmungen, mit denen ein Kunde nicht rechnen muss, werden nur dann Bestandteil, wenn explizit darauf hingewiesen wurde.
Vorteile professioneller AGBs
Standardisierung
Automatisieren Sie Ihre Vertragsprozesse und vermeiden Sie mühsame Einzelverhandlungen.
Haftungsbeschränkung
Minimieren Sie Ihr unternehmerisches Risiko durch klare Haftungsausschlüsse im gesetzlichen Rahmen.
Zahlungsbedingungen
Definieren Sie klare Fristen, Verzugszinsen und Eigentumsvorbehalte zur Sicherung Ihrer Liquidität.
Das Risiko von "Copy-Paste"
Viele Jungunternehmer begehen den Fehler, AGBs von Mitbewerbern zu kopieren. Dies ist doppelt gefährlich:
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Urheberrechtsverletzung: AGBs sind oft urheberrechtlich geschützte Texte.
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Fehlende Passgenauigkeit: Jedes Geschäftsmodell hat spezifische Risiken. Kopierte Klauseln bieten oft keinen Schutz für Ihr eigentliches Problem.